Nahversorgung sichern

Zu einem parlamentarischen Frühstück im Landtag haben sich unter anderem MdL Reserl Sem als Rottaler Stimmkreisabgeordnete und Stefan Rau vom Handelshaus Rau im Maximilianeum getroffen.

Zum Thema „Nahversorgungswüste in den ländlichen Regionen Bayerns. Die Versorgung mit Lebensmitteln ist gefährdet - kann man dagegen etwas tun?“ diskutierten drei in der Dorfladen-Szene engagierte Großhandlungen – darunter die Frisch und Nah Handelshaus Rau GmbH & Co. KG aus Pfarrkirchen diese Frage mit den Abgeordneten.

„Besonders vom Ladensterben betroffen sind die ländlichen Regionen. Während in den kreisfreien Städten die Zahl der Läden insgesamt sogar leicht zugenommen hat, gibt es in den bayerischen Landkreisen im Vergleich zu 2005 heute weit über 600 Geschäfte weniger. Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung im Vergleich zwischen Städten und ihrem direkten Umland. Während die Zahl der Läden in den Städten meist zunimmt oder zumindest annähernd gleich bleibt, sind die umliegenden Landkreise fast durchweg vom Ladensterben betroffen. Darüber müssen wir uns Gedanken machen. Zur Attraktivität jeder Gemeinde, ja jeden Dorfes, gehört neben der öffentlichen Infrastruktur wie Kindergärten und Schulen auch die Nahversorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs, sprich Lebensmitteln“, weiß MdL Sem.

Stefan Rau ergänzt: „Diese Nahversorgung ist eine Aufgabe der Daseinsvorsorge und sie ist vor allem im ländlichen Raum immer schwieriger zu erfüllen. Dabei ist gerade hier der Bedarf an wohnortnaher Versorgung besonders groß, da es dort zumeist keine ausreichenden Nahverkehrssysteme gibt.“

Das Erhalten oder Wiederherstellen der Nahversorgung ist daher wichtig. Gerade für die älteren Mitbürger stellt Nahversorgung ein Stück Lebensqualität dar. Bestenfalls ist der Nahversorger ein Dorf- oder Ortsmittelpunkt, an dem man zum Beispiel auch seine Post aufgeben, Bargeld abheben und gleichzeitig gemütlich Kaffee trinken kann.

All das ist nicht mehr selbstverständlich. Viele bayerische Gemeinden und ihre Bürger haben das bereits in den letzten Jahren erkannt und sind in verschiedenster Weise initiativ geworden. Von den dabei gewonnen Erfahrungen gab es im Landtag bei dem Gespräch viel zu berichten. So könnte etwa als ein erfolgversprechendes Geschäftsmodell die Fokussierung auf Waren aus der Region gewertet werden. Das sei ein Megatrend, damit könnten kleinere Geschäfte punkten.

Pressemeldung vom 25.01.2108