Wo wird man künftig einkaufen?

Regionalmanagement Rottal-Inn organisierte Infoveranstaltung zur Nahversorgung

Von links: Andreas Fischer (Regionalmanagement Rottal-Inn), Thomas Breinfalk (IHK Niederbayern), Stv. Landrat Helmuth Lugeder, Zeilarns Bürgermeister Werner Lechl, Ludwig Reil (Direktvermarkter Rottal-Inn), Arnstorfs Bürgermeister Alfons Sittinger, Peter Schmid (Regierung von Niederbayern) und Stefan Rau (Handelshaus Rau).

Welche Trends treiben aktuell den Handel an? Welche Voraussetzungen sind bei der Ansiedlung eines Nahversorgungsbetriebs zu beachten? Welche alternativen Möglichkeiten gibt es, um die Versorgung vor Ort zu sichern?

Diese Fragen wurden bei der Infoveranstaltung Nahversorgung für Gemeinden, Nahversorgungsbetriebe und interessierte Bürger am 17. Mai im Kulturzentrum (KUS) in Arnstorf behandelt. Stellvertretender Landrat Helmuth Lugeder und Arnstorfs Bürgermeister Alfons Sittinger begrüßten zur Abendveranstaltung und gingen auf die Nahversorgungssituation allgemein ein. Viele Orte und Gemeinden im ländlichen Raum sehen sich mit den Herausforderungen des demographischen Wandels konfrontiert. Die Sicherung der öffentlichen Infrastruktur und der wohnortnahen Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs ist ein entscheidender Faktor für die Attraktivität eines jeden Ortes. Vor allem für ältere und nicht-mobile Menschen ist der Nahversorger vor Ort wichtig für die Lebensqualität. Dabei spielt nicht nur der Kauf von Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs eine Rolle, sondern auch die Funktion als sozialer Treffpunkt.

Das Regionalmanagement am Fachbereich Kreisentwicklung konnte für die Veranstaltung Fachreferenten gewinnen, um einen Überblick über aktuelle Entwicklungen der Nahversorgung aus verschiedenen Blickwinkeln zu erhalten. Thomas Breinfalk von der IHK Niederbayern berichtete über aktuelle Trends und Entwicklungen im Handel in der Region. Kennzahlen dafür sind auch nachzulesen unter handelsatlas.ihk-niederbayern.de. Peter Schmid von der Regierung von Niederbayern stellte die landesplanerischen Anforderungen bei der Ansiedlung von Nahversorgungseinrichtungen vor. Veranschaulicht wurde dies anhand eines konkreten Beispiels aus der Gemeinde Falkenberg. Von Möglichkeiten, die Nahversorgung auch im ländlichen Raum sicherzustellen, berichtete Stefan Rau vom Handelshaus Rau, welches kleinflächige Nahversorgungskonzepte in ganz Bayern beliefert. Dabei ging es vor allem über Dorfläden, es wurde jedoch auch über Lieferdienste und Lebensmittelautomaten gesprochen. In einem Praxisbericht erzählte Werner Lechl, 1. Bürgermeister der Gemeinde Zeilarn, von den Erfahrungen bei der Entwicklung und dem laufendem Betrieb des Dorfladens in Zeilarn.

„Die Referenten haben mit anschaulichen Beispielen gute Impulse für die Verbesserung der Versorgung vor Ort gegeben. In Anbetracht der Umstände, dass hier auf den Landkreis und die einzelnen Gemeinden in der Zukunft viele Herausforderungen zukommen werden, hätten mehr verantwortliche Kommunalpolitiker von den fachlich fundierten Vorträgen profitieren können.“ so das Resümee von Waldemar Herfellner, Leiter des Fachbereiches.

Pressemitteilung  vom 17.05.2018 Landratsamt Rottal Inn